Kerstin Gebhardt Hundepsychologin/-trainerin
Kerstin Gebhardt Hundepsychologin/-trainerin
 

Jagen

Jagen macht den Hunden Spass und sie bekommen dadurch den Kick des Tages. Leider macht den Haltern jagen überhaupt keinen Spass, wenn der Vierbeiner die Welt oft stundenlang allein erkundet und der Halter dann nur das fröhliche Bellen seines Hundes aus weiter Ferne hört. Viele Hundebesitzer sagen mir: Es war nichts und plötzlich ist er losgerannt, obwohl kein Hase, Reh oder etwas anderes jagdbares in der Nähe war. Die Geschmäcker was jagdbar ist sind bei den Hunden ja verschieden, der eine mag Hasen und Rehe, der andere Vögel und sonstiges Gefieder, Blätter und Insekten, Schafe etc. oder wenn sonst nichts los ist auch Radfahrer und Jogger. Außerdem ist er uns mit seiner Nase, Ohren und Augen überlegen.

 

Es gibt Unterschiede im Jagdverhalten: Hunde mit der Nase am Boden auf der Spur, Hunde mit dem Blick in die Ferne, Hunde die beides zeigen usw. Hunde, die die Pfote anwinkeln und anzeigen, wo der „Hase lang läuft“. Übrigens auch die Hinterpfote! Morgens und bei Dämmerung wird gern gejagt. Besser riecht es bei feuchtem nicht zu kaltem Wetter oder bei Schnee. Doch wenn sie sich nicht widerstehen können, sind auch 30 Grad im Schatten völlig egal. Wind spielt eine Rolle und sogar die Tagesform.

 

Wenn Ihr  Hund jagt, haben Sie kein Beziehungsproblem!  Der Hund muss auch nicht hungrig sein, um abzuhauen. Es ist auch ein Märchen zu sagen, ja aber er ist ja auch ein…Jagdhund. Ich hatte Hundebesitzer mit Mops und Malteser, denen man diese Jagdmotivation gar nicht zutraut – weit gefehlt, sie haben gejagt wie die „Großen“. Es hat nichts damit zu tun, welche Rasse Sie haben, es kann in jedem Hund ein guter Jäger stecken. Wenn ich schon einen Hund habe, der jagt und ich denke: das tue ich mir nicht noch ein zweites Mal an und wähle eine Rasse die bestimmt nicht jagt! Jagdverhalten kann gelernt und von anderen Hunden abge-guckt werden. Wenn einer sich allein nicht traut, zu zweit sind sie dann aber mutig.

 

Durch Renn- und Jagdspiele mit anderen Artgenossen kann er auf den Geschmack kommen und anstatt weiter hinter Paula oder Anton hinterher zu laufen, macht er sich aus dem Staub ins Unterholz. Meine haben auch gern täuschen, tarnen und verpissen gespielt. Hundekumpel begrüßen wollen, dann aber im Bogen an ihnen vorbei laufen und dann richtig Gas geben, um im Wald zu verschwinden. Das Schönste für die Fellnasen ist das Hetzen, ob das Objekt der Begierde dann tatsächlich gepackt, geschüttelt und gefressen wird, hängt natürlich von der Kondition und Geschicklichkeit Ihres Vierbeiners ab und der Taktik und Schnelligkeit des gehetzten Tieres.

 

Deshalb bei Ballspielen, Frisbee werfen, Reizangel und bei allem wo Ihr Hund einfach mal so hinterher laufen darf, aufpassen! Auch Zerrspiele erinnern ihn so ein bisschen an Beute tot schütteln.

 

Was ist, wenn er weg ist. Ruhe bewahren, denn wenn er in seiner gewohnten Umgebung wegläuft, kennt er dort auch bestimmt schon jeden Grashalm mit Namen. Außerdem hat er die Strecke schon markiert. Wenn keine Straßen in der Nähe sind und er nicht vorher eingefangen wird oder hoffentlich sonst nichts passiert, findet er den Weg nach Hause. Manchmal aber erst in der Nacht! Wenn Sie ihn also nicht selbst wiedergefunden haben, gehen Sie nach Hause und warten dort auf ihn. Das ist Möglichkeit 1, Möglichkeit 2: Sie informieren das Tierheim in Ihrer Nähe, den Jäger und wenn nötig auch die Polizei und warten, ob jemand ihn findet.

 

So, er ist wieder da! Wie soll man sich verhalten? Ihn strafen und seinem Frust über das Verschwinden freien Lauf lassen? Sich freuen, daß er zwar dreckig wie ein Schweinchen und mit einigen Kratzern, wieder da ist und ihn mit Freude und gutem Fressen überschütten? Sein warmes Bettchen aufschütteln? Meistens sind sie, wenn sie zu Hause ankommen noch so im Hype, dass sie vielleicht sogar erst mal das Wohnzimmer als Rennstrecke benutzen. Dafür ist der Tag danach oftmals völlig entspannt, da der gute nämlich etwas wackelig auf den Beinen ist, weil er Muskelkater hat und seinen Ausflug verdauen muss.

 

Was ist zu tun, damit es nicht dazu kommt, daß Sie bei jedem Spaziergang allein entweder am Feld-, Wald- oder Wiese stehen oder noch schlimmer, allein nach Hause gegen müssen? Vereinbaren Sie einen Termin, ich helfe Ihnen.

 

Ihre Kerstin Gebhardt

Hier finden Sie mich:

Kerstin Gebhardt
Am Neuenhof 55
40629 Düsseldorf

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Festnetz: 0211-290581
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Die Erlaubnis vom Veterinäramt gemäß § 11 Abs. 1 Nr. 8 f des Tierschutzgesetzes für die Ausbildung von Hunden für Dritte und die Anleitung von Hunden durch die Tierhalter wurde am 26.02.2015 erteilt.

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